Killerspiele

CDU/CSU fordert Verbot von "Killerspielen"

Erneut tritt die Union für ein Verbot von "Killerspielen" und will die Herstellung und Nutzung dieser unter Strafe stellen. Dabei beruft sich die Partei auf den kürzlich erschienenen Bericht des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Ein detailierter Artikel ist bei heise zu finden.

Verbote von Killerspielen bringen nichts

Ein interessanter Artikel zum Them "Killerspiele" ist bei heise zu finden.
Darin äußert sich Andreas Klisch, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Multimedia Brandenburg zum Thema. Ihm zufolge sind Verbote von den sogenannten Killerspielen sinnlos. Man solle sich eher auf die Arbeit mit den Jugendlichen konzentrieren und Aufklärung betreiben anstatt alles zu verbieten, das einem fremd ist. So fordert er auch Politiker dazu auf, selbst einmal Computerspiele auszuprobieren bevor diese verteufeln.

Kritik an Zulassungsverfahren für "Killerspiele"

Christian Pfeiffer, ehemaliger niedersächsicher Justizminister und leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, erneuerte (mal wieder, muss man sagen) seine Kritik am Zulassungsverfahren der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) pflichtet Pfeiffer bei. Unter anderem wird kritisiert, dass die Mitarbeiter der USK die geprüften Spiele aufgrund des Umfangs nicht richtig sichten und teilweise auch abgestumpft sein könnten. Die Meldung findet ihr auf heise.
Einen Tag später äußerte sich dann auch Gerald Jörns, ein USK-Gutchater, zu der Studie. Dieser stellte sich natürlich entschieden gegen die von Pfeiffer ausgesprochene Kritik. Mehr dazu auch bei heise.

Diskussion im Bundestag um Verbot von "Killerspielen"

Zum fünften Jahrestag des Amoklaufs in Erfurt gab es am Donnerstag eine Anhörung in einem Unterausschuss des Bundestags zum Thema Verbot von "Killerspielen". Die meisten Experten sowie die Abgeordneten scheinen einer weiteren Verschärfung von Verboten skeptisch gegenüberzustehen und keine weiteren Maßnahmen für nötig zu halten. Im Grunde gibt es da nicht viel mehr zu sagen. Natürlich gab es mal wieder Forderungen nach viel schärferen Richtlinien und mehr Zensur und Indizierung. Diese kamen von Christian Pfeiffer, dem Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Er zog einige Pseudostudien heran, um seine Forderungen zu unterlegen. Darin ging es - wie üblich - darum, dass Kinder und Jugendliche durch Computerspiele und andere Medien dumm, dick und aggressiv werden. Ich ziehe hier immer gerne den Vergleich mit dem Regen und der Straße heran. (Hat es geregnet, ist die Straße nass. Ist die Straße nass, muss es noch lange nicht geregnet haben!) Die meisten Politiker scheinen das langsam auch zu merken, was mich natürlich freut. Hoffentlich bleibt das auch so.
Einen Artikel zum Thema gibt's bei heise.

Erneute Forderung nach staatlicher "Killerspiel"-Prüfstelle

Es scheint fast so, als müsse von Zeit zu Zeit jemand das Thema wieder von unten aufwühlen. Diesmal ist es Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Im Prinzip sind es die alt gewohnten Forderungen nach staatlicher Prüfung von Computerspielen in Verbindung mit dem Stereotyp, dass Amokläufe durch "Killerspiele" motiviert seien. Bisherige wissenschaftliche Studien schließen dies aus.
Mehr dazu bei ComputerBase.

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