Ausgang der Berufungsverhandlung

Um es kurz zu machen: Bei der Berufungsverhandlung wurde ich zu 90 Tagessätzen á 15 € verurteilt. Dazu muss ich die Gerichtskosten der ersten Verhandlung und die Hälfte der Gerichtskosten der zweiten Verhandlung tragen. Soweit ich das sehe ist hier nicht mehr viel zu machen. Das einzige, mir offen stehende, Rechtsmittel wäre nun die Revision. Diese wäre allerdings selbst dann nicht wirklich vielversprechend, wenn sie angenommen würde.
Insgesamt tendiere ich momentan dazu, das jetztige Urteil anzunehmen. Es ist von der Strafe her nicht viel höher als das erste - 100 Stunden gemeinnützige Arbeit wären schließlich vom "Preis" her nicht viel niedriger, als die jetztigen 1350€. Zufrieden bin ich mit dem Urteil sicher nicht, aber irgendwo muss das auch ein Ende finden. Ich werde mich hier also wohl der Staatsgewalt beugen und künftig versuchen vorwiegend auf dem politischen und unterstützerischen Weg weiter gegen die Wehrpflicht und andere verfassungswidrige Zwangsdienste in der Bundesrepublik Deutschland vorzugehen.
Ich möchte mich abschließend nochmal bei allen Unterstützern bedanken!

Hallo Alex

Hallo Alex

Ich habe heute ebenfals an Deiner Verhandlung teilgenommen. Ich hatte erst überlegt, ob ich noch ein paar Worte mit Dir wechsel, bevor die Verhandlung beginnt, doch ich dachte mir, als ich Dich sah, dass Du Dich vermutlich mehr mit der Verhandlung auseinander setzen willst anstatt mit mir, weshalb ich Dich auch nicht angesprochen habe. Meines Erachtens nach war die Staatsanwältin eine halbpupertäre Frühabiturientin, die mehr Angst vor Deiner Schlagkraft hatte, als Du vermutlich vor dem Urteil. Der Richter war auch nicht viel besser, nur dass er souveräner aufgetreten ist. Nachdem der Urteilsspruch gefallen war, habe ich selbst angefangen darüber nachzudenken, ob ich mich der Bundeswehr wirklich freiwillig stellen soll und dann in der Kaserne alle Befehle verweigern soll.
Ich kam zu dem Schluss, dass ich nicht hinfahren werde. Im Ansatz sind die Motive für unsere Totalverweigerung die selben, doch ich gehe etwas weiter, aber das jetzt hier aufzuschreiben würde ewig dauern. Wenn die Bundeswehr mich haben will, dann müssen sie mich holen. Als ich heute wieder nach Hause gekommen bin, war das Erste was ich getan habe, dass ich mein Zugticket in Richtung Kaserne zerrissen habe.

Es tut mir leid für Dich, dass das Urteil nicht dem entsprach, was es hätte entsprechen müssen, nämlich einem Freispruch. Ich für mich kann nur sagen, dass ich wohl nur weniges bei der Verhandlung anders gemacht hätte.

Ich wünsch Dir viel Spaß und Glück für die Zukunft und drück mir die Daumen für meine Totalverweigerung :-)

Grüße, Unknown

Hallo, ich hatte mich schon

Hallo,
ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, wer du wohl sein magst. Leider hat mir erst jemand gesagt, wer du bist, als du schon weg warst. Ich hätte gerne ein paar Worte mit dir gewechselt, aber dazu werden wir sicher irgendwann mal Gelegenheit haben.
Ich hoffe, dass deine Totalverweigerung einigermaßen gut abläuft, sofern das bei sowas überhaupt möglich ist. Vielleicht können wir uns ja auch nochmal per Mail unterhalten, deine genaueren Ausführungen zum Thema würden mich schon interessieren. Dazu möchte ich übrigens auch sagen, dass in der Verhandlung heute kein besonders großer Teil meiner Haltung zur Geltung gekommen ist. Man hat ja gemerkt, dass es die Kammer nicht wirklich interessiert hat.
Ansonsten, wie gesagt: Viel Glück und Erfolg. Meine Unterstützung hast du in jedem Fall!

Dachte ich mir

Ich hatte mir schon gedacht, dass Du nicht weißt wer das da eigentlich ist. *g*
Ich wollte nach der Verhandlung mit Absicht schnell weg, denn ich hatte erstmal Zeit für mich gebraucht, da ich wirklich arg angefangen habe zu zweifeln ob es richtig ist, sich der Bundeswehr zu stellen. Und um in Ruhe darüber nachdenken zu können, bin ich lieber wieder Heim gefahren. Zudem hatte ich am Tag zuvor post vom Wehrbeauftragten bekommen, der mir zusicherte, dass er eine Untersuchung einberufen will, doch ich glaube nicht an solche Versprechen. Im Schlussatz hat er noch versucht mich zu überzeugen, dass meine Haltung nicht richtig ist. Ebenfalls kam auch das Begrüßungsschreiben von der Kaserne an dem Tag in dem der altbekannte Schwachsinn drin steht, dass für mich der Haar und Barterlass gilt, aber das interessiert mich nicht wirklich.

Treffen würde ich mich gerne nochmal mit Dir, da ich auch noch einige Fragen habe, die ich Dir lieber persönlich stelle, als hier oder via E-Mail. Zum Beispiel Deine Statistik über die Einberufungen und so weiter. Du hast ja sehr viel Arbeit da rein investiert, daher interessiert es mich natürlich umso mehr zu welchen Ergebnissen Du genau gekommen bist. Bis nächste Woche Donnerstag können wir uns von mir aus treffen. Denn ab Freitag werden wohl die Feldjäger hinter mir her sein. Für mich ist es kein weiter Weg bis Karlsruhe, weshalb wir uns da ruhig mal treffen können, wenn Du Zeit und Lust hast.

Soweit erstmal von mir.

Treffen

Könntest du mir bezüglich des Treffens bitte eine E-Mail schreiben? Sowas möchte ich dann doch nicht ganz so öffentlich machen. Wir hatten ja schon mal miteinander geschrieben, aber vermutlich geht es schneller, wenn du mir nochmal schreibst, bevor ich mich durch die ganzen E-Mails wühle, die ich habe ;-)

Gibt es auch einen

Gibt es auch einen ähnliches Forum in dem über Deine Totalverweigerung berichtet wird? In welche Kaserne ging es?

Mfg Otmar Ganter

Sobald es in diesem Fall

Sobald es in diesem Fall etwas Neues gibt werde ich hier (auf realsatire.net) berichten. Obwohl sein Einberufungstermin der 1. April war, sind die Feldjäger immer noch nicht bei ihm vorbeigekommen (hab vorhin eine E-Mail von ihm bekommen).

:)

Geillo, 1350€ zahlen. Du wirst denken, dass es menschlich arm ist und dennoch freue ich mich ein bisschen. Hättest dich ja auch einfach ausmustern lassen können, das hättest selbst du hinbekommen. Aber nein, du wolltest als kleine Sadomasosau einfach mal XXX hardcore Arrest und money spending porno style.

[ ] Du weißt, was eine

[ ] Du weißt, was eine Totalverweigerung ist.